SEO für Shopware 6: 8 Einstellungen, die Sie prüfen sollten
Shopware 6 bringt die wichtigsten SEO-Funktionen von Haus aus mit: eigene URL-Vorlagen, Weiterleitungen bei geänderten URLs, Canonicals für Varianten, Meta-Daten pro Produkt und eine automatische Sitemap. Viele Shops nutzen davon nur die Standardwerte. Die folgenden acht Punkte können Sie in der Administration prüfen, die meisten ohne Entwickler. Die Bezeichnungen beziehen sich auf Shopware 6.7.
1. SEO-URL-Vorlagen anpassen
In den Einstellungen unter SEO legen Sie fest, wie die URLs von Produkten, Kategorien und Landingpages aufgebaut sind. Die Vorlagen nutzen Twig-Syntax. Für Produkte stehen unter anderem Name, Produktnummer, Hersteller und der Kategoriepfad als Variablen bereit. Die Vorlagen gelten für alle Verkaufskanäle oder für einen einzelnen.
Halten Sie URLs kurz und lesbar. Eine Produktnummer in der URL hilft, wenn mehrere Produkte ähnliche Namen haben. Nach einer Änderung an den Vorlagen müssen die URLs neu aufgebaut werden, mit php bin/console dal:refresh:index.
2. Alte URLs per 301 weiterleiten
Ändert sich eine URL, etwa weil ein Produkt umbenannt wird, kennt Google noch die alte Adresse. In den SEO-Einstellungen gibt es dafür die Option „Statt Canonical URLs direkt per HTTP 301 auf die aktuellste URL leiten“. Ist sie aktiv, landen Besucher und Suchmaschinen von der alten Adresse direkt auf der neuen.
Besonders wichtig ist das nach einer Migration von Shopware 5 auf Shopware 6. Prüfen Sie nach dem Umzug, ob jede alte URL mit Rankings auf die passende neue Seite weiterleitet und nicht auf die Startseite.
3. Eine Canonical-URL für Varianten festlegen
Hat ein Produkt Varianten, etwa Farben oder Größen, entstehen mehrere URLs mit fast gleichem Inhalt. Im Produkt finden Sie unter SEO die Option „Verwende dieselbe Canonical-URL für alle Varianten“. Danach wählen Sie unter „Variante für Canonical-URL“ die Variante, die Google indexieren soll.
So bündeln Sie die Signale aller Varianten auf einer Seite, statt sie auf viele Seiten zu verteilen.
4. Die Hauptkategorie bestimmen
Ein Produkt kann in mehreren Kategorien liegen. Welcher Kategoriepfad in die URL einfließt, legen Sie im Produkt unter SEO-URLs fest, pro Verkaufskanal, mit dem Feld „Hauptkategorie“. Wählen Sie die Kategorie, unter der Kunden das Produkt am ehesten suchen.
5. Meta-Titel und Meta-Beschreibung pflegen
Jedes Produkt und jede Kategorie hat eigene Felder für Meta-Titel und Meta-Beschreibung. Shopware empfiehlt für den Titel höchstens etwa 70 Zeichen und für die Beschreibung 130 bis 160 Zeichen. Längere Texte schneidet Google in den Suchergebnissen ab.
Beginnen Sie bei den Seiten mit dem meisten Umsatz. Das Feld für Schlüsselwörter können Sie leer lassen: Laut Shopware nutzen Suchmaschinen es nicht für das Ranking.
6. Die Sitemap prüfen
Shopware erzeugt die Sitemap automatisch unter /sitemap.xml. In den Einstellungen unter Sitemap wählen Sie, wann sie aktualisiert wird: „Geplant“ über eine regelmäßige Aufgabe, „Live“ nach Ablauf eines Intervalls oder „Manuell“ per php bin/console sitemap:generate. Bei „Manuell“ müssen Sie den Befehl nach jeder Änderung am Sortiment selbst ausführen.
Reichen Sie die Sitemap in der Google Search Console ein. Dort sehen Sie auch, welche URLs Google indexiert und welche nicht.
7. Die Ladezeit messen
Google bewertet die Ladezeit über die Core Web Vitals. Als gut gelten:
| Messwert | Was er misst | Zielwert |
|---|---|---|
| Largest Contentful Paint (LCP) | wann der größte sichtbare Inhalt geladen ist | unter 2,5 Sekunden |
| Interaction to Next Paint (INP) | wie schnell die Seite auf Eingaben reagiert | unter 200 Millisekunden |
| Cumulative Layout Shift (CLS) | wie stark sich das Layout beim Laden verschiebt | unter 0,1 |
Messen Sie mit echten Nutzerdaten in der Search Console, nicht nur mit einem einzelnen Test. Die häufigsten Ursachen für langsame Shopware-Shops sind ein deaktivierter HTTP-Cache, zu große Bilder, zu viele Erweiterungen mit eigenem JavaScript und ein zu kleiner Server.
8. Strukturierte Daten testen
Strukturierte Daten helfen Google, Preis, Verfügbarkeit und Bewertungen eines Produkts zu verstehen. Was genau Ihr Shop ausgibt, hängt vom Theme und von den installierten Erweiterungen ab. Prüfen Sie einige Produktseiten mit dem Test für Rich-Suchergebnisse von Google und beheben Sie die gemeldeten Fehler.
Was die Administration nicht löst
Einstellungen ersetzen keine Inhalte. Kategorieseiten ohne eigenen Text, Produktbeschreibungen vom Hersteller, die auf vielen Shops gleich sind, und Filterseiten ohne Canonical sind häufige Gründe für schwache Rankings. Die Produktsuche im Shop ist ein eigenes Thema: Erweiterte Suchfunktionen gibt es erst in höheren Plänen, wie der Vergleich der Shopware-Lizenzen zeigt.
Welche Leistungen wir rund um Shopware übernehmen, finden Sie unter Leistungen.